BOOT Düsseldorf – Riva-

Wochenende. Heute richten wir unser Auge auf Dinge die wir schön finden, von denen wir aber nur träumen. Welcher Mann hat nicht schon einmal an eine eigene Yacht gedacht. Wie oft erzählt mir ein Kunde, daß er sich eine lange Reise auf einer Segelyacht wünscht. Oft ist damit nur gemeint, daß jemand mal das Hamsterrad anhalten sollte, damit es etwas ruhiger zugeht. Es gibt aber auch die, die nicht nur davon sprechen, sondern mit einem kleinen Boot anfangen, um sich dann Schritt für Schritt hochzuarbeiten. Um irgendwann einmal eine Traumyacht zu kaufen. Man muss nicht Abramowitsch heißen, um vor der Costa del Sole auf einem Boot zu verankern…

Es verschlägt uns also heute auf die „BOOT“ in Düsseldorf. Sie gilt als Europas wichtigste Indoor-Messe für alle, die gern am, im, über oder unter Wasser ihre Freizeit verbringen. Zum 44ten Mal präsentiert sich die BOOT mit insgesamt 1.674 Ausstellern aus 63 Ländern  bis zum 27. Januar in 17 Messehallen mit auf 212.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche aktuelle Neuheiten und Trends für Taucher, Angler, Segler und Surfer. Besonders beliebt bei den staunenden Besuchern ist wieder einmal die Halle 6 mit den Superjachten. Es zieht uns nur kurz in diese Halle. Einmal wieder am Steuer einer schönen Luxusyacht sitzen, auch wenn die Yacht auf trockenem Boden steht…

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Wir sind allerdings auf der Suche nach den Pralinen. Natürlich zieht es uns direkt auf den RIVA Stand. Dank meines gerade erworbenen Presseausweises gewährt man uns mit einem galanten Lächeln Einlass. Es duftet nach frisch poliertem Holz, nach gefettetem Leder. Hier ist alles edel, von der Theke, den stylischen Sitzmöbeln bis zur Bar. Italienisch, wie Carlo Riva, der sich 1949 im Alter von 27 Jahren mit der vom Gründer 1842 gegründeten Werft in Sarnico am Lago d’Iseo selbstständig machte und zunächst in Anlehnung an die offenen amerikanischen Chris Craft Motorboote seine eigenen Boote entwarf und baute.

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Bei klassischen Riva Booten besteht der elegante Bootskörper aus Holz mit fugenloser, tiefroter Mahagonibeplankung. Ein starker Innenborder mit durchdringend tiefem Geräusch treibt die Boote an. Viel Chrom, Panoramascheibe, ein klassisches Armaturenbrett mit weißem Steuerrad, weiße Ledersessel und dahinter eine gepolsterte Liegefläche, sowie ein schlank auslaufendes Heck sind klassische Designmerkmale. Riva Boote gelten als Rolls Royce unter den Booten und wechseln nicht selten für 7-stellige Beträge seinen Besitzer. Seit 2000 ist Riva eine Tochter der Ferrettigruppe. Noch immer werden unter dem Namen Riva Motorboote gebaut, und zwar luxuriösere als je zuvor, aber die Eleganz und Leichtigkeit der einstigen Schöpfungen findet sich in den höchst komfortablen, aber auch überdesignten und unpersönlichen Hightech-Objekten von heute nicht mehr wieder.

Für ein Glas Champagner ist es nie zu früh; dankend nehmen wir auf der luxuriösen Sitzgruppe platz und bekommen italienischen Käse und Salami zum Champagner gereicht. Beim Essen erzählt uns Vito, einer der Techniker, von den guten alten Zeiten. Er ist fast 70, kann uns viele Geschichten erzählen, möchte gar nicht aufhören. Es macht Spaß ihm zuzuhören, während seine Augen anfangen zu glänzen. Ein ganz besonderer Augenblick, der nicht planbar ist. Als Claudio seine Kamera heraus holt, fängt Vito an zu lachen: „Nehmt doch einfach eine Pressemappe mit, Jungs. Wir machen bestimmt bessere Bilder als ihr…“ Er schmunzelt, als er unsere Enttäuschung sieht, aber Fotos auf dem Stand? Nur mit Sondergenehmigung. „Kommt, ich zeige Euch mal etwas.“ Er greift nach seiner Brieftasche, zeigt uns ein Foto von seiner Aquarama Bj. 1963. Ein absoluter Klassiker, für einen „Techniker“ nicht schlecht. Jetzt erst wird uns klar, warum Vito so breit grinst, denn eine baugleiche Aquarama steht mitten auf dem Rivastand. Für 550.000€

 

Nun wenden wir uns wieder 2017 zu. Was gibt es Neues bei Ferretti/Riva?

Ferretti 450

Diese „Flybridge“ schlägt die strategische Brücke zwischen den 40 und 50 Fuß Yachten. Das Modell wurde von seiner „großen Schwester“, Ferretti 550, einem der letzten Hits der Marke inspiriert. Ferretti 450 zeichnet sich durch die Geometrie des Rumpfes, die Größe des Volumens und die Eleganz und Funktionalität des Interieurs aus.

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Pershing 5X

Das erste Modell der „Generation X“ Pershing ist das neue Coupé der Flotte. Fortschrittlicher und voller Überraschungen. Der Buchstabe X – aeronautischer Code, der auf extreme Leistung und modernste technologische Evolution hinweist – erinnert an den endlosen Schub, mit hoher Geschwindigkeit zu neuen Horizonten zu fahren. Die reinen Linien, die Leistung und die Einzigartigkeit der Pershing 5X haben bereits die Öffentlichkeit in Erstaunen versetzt.

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Rivamare

Dieses neue Symbol in Stil und Design schreibt eine spannende und prächtige Seite in der 175 Jährigen Riva Geschichte. Die Yacht der Sarnico-Werft ist ein Schmuckstück, mit gewundenen Linien, kostbarem Material, einzigartigen Details und ist ein würdiger Erbe von Meisterwerken wie Aquariva Super und  Aquarama.

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Ferretti 700

Ferretti 700 ist die Entwicklung eines der jüngsten Erfolge der historischen Marke der Ferretti-Gruppe. Das stromlinienförmige und aggressive Profil gehört zu den sportlichsten der Marke. Der Rumpf ist modifiziert worden, wurde dadurch heller und ermöglicht eine bessere Sicht nach außen. Drei rumpfförmige Fenster  auf jeder Seite, entworfen im üblichen Ferretti Stil.

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Ein wunderbarer Tag auf der BOOT mit tollen Geschichten und überragenden Booten, über die man sicherlich an anderer Stelle noch ein Buch schreiben wird. Wir freuen uns auf die kommende Bootsaison und sind gespannt welche Superyachten wir an welchen Orten bestaunen dürfen…

stefan

Photos: Riva, Paroli SpezialYachts, BOOT Düsseldorf, Claudio Oliverio.

 

 

 

 

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