Berlinale

Die 63. Berlinale ist vorbei, nach einer Woche mit wenig Schlaf, unzähligen Blitzen von Fotografen auf den roten Teppichen und Goodybags, die sich im Appartement stapeln. Ein kleines Resümee der persönlichen Highlights!

Die grandiose Eröffnung fand im Soitel Hotel statt, die Lausbuben Film Eröffnungsparty auf der ich als Modelscout im Namen meiner Agentur Inselberg zusammen mit meinem Scout-Kompagnon Leon und einem der Founder, Falco eingeladen war. An meiner Seite begleitete mich das polnische Newface Model Ida.Nach einem Menschenstau am roten Teppich wurden die Pforten für eine kleine aber feine intime Party der Berliner Creme de la Creme geöffnet. Mit von der Partie, deutsche Größen wie Claude-Oliver Rudolph, Anne Menden und der Hollywood Produzent Ingo Jucht. Wenn man den Jungs von Lausbubenfilm etwas lassen muss, ist es ein charmantes Ambiente zu erschaffen in dem sich Stars, sowie Produzenten und Newcomer auf Augenhöhe treffen, um gemeinsam das Tanzbein zu schwingen.

Als ob es Zufall wollte, traf meine Muse und langjähriges Model Dasha frisch aus Moskau in Berlin ein, um mit mir gemeinsam die Premiere des georgischen Filmes von Rezo Gigineishvili Hostages zu besuchen.

„Die Georgische Sozialistische Sowjetrepublik, 1983: Grenzsoldaten haben junge Georgier im Auge, die ausgelassen im Schwarzen Meer baden. Sie rauchen West-Zigaretten, hören die Beatles und suchen im Berufsleben Unabhängigkeit vom Überwachungsstaat und von ihren Elternhäusern. Unter ihnen sind Ärzte, Schauspieler, ein Anwärter auf das orthodoxe Priesteramt sowie Anna und Nika, die bald heiraten werden. Mit ihren Gedanken sind sie alle ganz woanders: Nach dem Hochzeitsfest werden sie in Tiflis eine Linienmaschine besteigen, um diese auf dem Flug nach Leningrad mit Waffengewalt zur Landung in der Türkei zu zwingen. Ihre stürmische Sehnsucht nach Freiheit und eine unglückliche Verkettung unvorhersehbarer Ereignisse führen zu einer nationalen Tragödie. Die spannende und atmosphärisch dichte Nacherzählung der Tiflisser Flugzeugentführung von 1983 zeigt junge Sowjetbürger, die sich zwischen den Versprechen der westlichen Kultur und der Unterdrückung durch die kommunistische Herrschaft zerrieben sehen. Einfühlsam lassen uns die Schauspieler erleben, wie Verzweiflung in Gewaltbereitschaft mündet und wie in einem unmenschlichen System Hilflosigkeit die Eltern lähmt.“ 

Ein Film der bei mir und den Zuschauern starke Emotionen hervorbrachte, weil sich für Nichtwissende erst am Ende klärte, das er auf wahren Begebenheiten beruht.Ein wunderbarer Film, der ganze sieben Jahre der Recherche brauchte und uns eine Geschichte erzählt, die bei uns im Westen gänzlich unbekannt war.

Durch Dasha, die alle Schauspieler durch Produktionen in Russland kannte, wurden wir exklusiv auf die After Show Party in die Parisbar eingeladen, auf ein Meet and Greed mit der Spitze der russischen Filmtätigen. Mit zu Gast auch Schauspieler Stephen Thompson bekannt aus Netflix und Amazone. Eine kreative Abwechslung abseits des Mainstream war der Der 99Fire-Films-Award.

„Der 99Fire-Films-Award (Eigenschreibweise 99FIRE-FILMS AWARD) ist ein Kurzfilm-Wettbewerb, der seit 2009 in Berlin stattfindet. Die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen in 99 Stunden einen 99-sekündigen Kurzfilm zu einem vorgegebenen Thema produzieren. Eine Jury aus Produzenten, Regisseuren, Schauspielern und Filmschaffenden kürt die Sieger in 4 Kategorien: Bester Film, Beste Kamera, Beste Idee und Publikumspreis. Das Preisgeld für den besten Film beträgt EUR 9.999. Die Preisträger werden alljährlich im Rahmen einer Gala im Berliner Admiralspalast ausgezeichnet. Die besten 99 Teilnehmer sind seit 2015 berechtigt am 99Talent-Campus teilzunehmen und sich für das Förder- und Produktionsprogramm des Campus99 zu bewerben. In den ersten 7 Jahren haben mehr als 10.000 Teilnehmer an dem Wettbewerb teilgenommen. Im Jahr 2015 waren 3.421 Teilnehmer registriert.“

Kreative vom Studenten bis zum Altmeister unter sich, in der netten Atmosphäre des Filmpalastes. Eine gute Gelegenheit, sich mit Newcomern und Indyfilmmachern bei einem Sekt und guter Musik auseinander zu setzten. Für Dasha und mich der wildeste Abend auf der Tanzfläche der ganzen Berlinale.

Wenn ich zurückblicke, gibt es viele Highlights und Menschen bei denen ich dankbar bin, sie getroffen zu haben. Jedoch hoffe ich die Events zeigen zu können, die die Presse oftmals vernachlässigt.

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